RUFE MICH AN Das Handy ist für viele unserer Mitmenschen aus dem alltäglichen Leben scheinbar gar nicht mehr wegzudenken. Die Notwendigkeit sich anderen ständig mitteilen zu können oder immer erreichbar zu sein, ist für viele zur notwendigen Routine geworden. Ob an der Bushaltestelle oder auf dem Nachhauseweg eben mal kurz Bescheid sagen zu können, wo ich gerade stecke und wann ich voraussichtlich nach Hause komme... Zu jeder Zeit kann man seinen Mitmenschen auf diesem Weg Wichtiges oder Unwichtiges sofort mitteilen. Leerlaufzeiten, in denen es sonst wenig zu tun gibt. werden mit Gesprächen überbrückt, die unbedingt noch eben geführt werden mussten. Manchmal scheitert das allerdings daran, dass die lästige Karte schon wieder leer telefoniert worden ist oder dem Telefon mal wieder kein passendes Netz zum Empfang bereitsteht. Nicht nur dann wird das Schreiben einer SMS, einer Kurzbotschaft. die mit maximal 160 Zeichen per Handy versandt wird, immer beliebter. Ob sie nun Besitzer eines Mobiltelefones sind oder nicht: Wie oft am Tag teilen wir unseren Mitmenschen sinnige oder unsinnige Gedanken und Neuigkeiten mit und wie viel davon ist im Laufe eines Tages an Gott gewandt? Bei ihm bräuchten wir uns nicht über fehlende Netzabdeckung zu beklagen. Sein Netz steht zu 100 % jederzeit zur Verfügung und das sogar noch kostenlos. Bei ihm brauchen wir unsere Kurzbotschaften nicht auf 160 Zeichen zu beschränken. Ein Service, der viel zu oft ungenutzt bleibt, oder ? Warum nehmen wir den Psalmvers "rufe mich an in deiner Not; ich bin der Herr dein Gott" nicht mal wörtlich ? Sigrid Billi aus: "treffpunkt" 14/2001 - Mitteilungen der Kath. Kirche in Göppingen