Drei unnütze Dinge? Es wird von einem Vater erzählt, der seinen jüngsten Sohn in die Welt schickte, damit er etwas Tüchtiges lerne. Der Junge kam zu einem Meister und blieb da ein Jahr lang. Als er heimkehrte, fragte der Vater seinen Sohn: "Nun, mein Sohn, was hast du gelernt?" " Vater, ich habe gelernt, was die Hunde bellen". "Dass Gott erbarm!" rief der Vater aus, "ist das alles, was du gelernt hast? Ich will dich in eine andere Stadt zu einem anderen Meister tun." Der Junge blieb bei diesem Lehrmeister auch ein Jahr. Als er zurückkam, fragte der Vater wiederum "Mein Sohn, was hast du gelernt?" - "Vater, ich habe gelernt was die Vögel sprechen." Da geriet der Vater in Zorn und sprach : "O du verlorener Mensch, hast die kostbare Zeit hingebracht und nichts gelernt! Ich will dich zu einem dritten Meister schicken." Auch hier blieb der Junge ein ganzes Jahr, und als er nach Hause kam, fragte der Vater "Mein Sohn, was hast du gelernt?" "Lieber Vater", antwortete der Junge, "ich habe dieses Jahr gelernt, was die Frösche quaken." Da verlor der Vater alle Hoffnung, dass sein Sohn noch etwas Rechtes lernen könne, und wies ihn aus dem Haus. Es wird weiter erzählt, die drei unnützen Sprachen seien dennoch das Wichtigste für den Jungen geworden. Mit ihrer Hilfe konnte er fortan die Stimmen von Himmel und Erde verstehen. Sie halfen ihm, sein Leben zu bewahren und sein Glück zu finden. Manche Eltern denken vielleicht in ähnlicher Weise wie der Vater in unserer Erzählung über den Religionsunterricht. Die Geschichte sagt aber: Vermeintlich Überflüssiges kann zum Notwendigen werden.