Der Tod ist kein Reiter auf schwarzem Pferd und nicht mehr das alte Gerippe. Er braucht keine Geißel, er schwingt kein Schwert, er trägt nicht Kapuze noch Hippe. Der Tod fährt im Auto bei leiser Musik, wenn draußen die Nebel brauen, Er blickt auf die Uhr und lehnt sich zurück: Er kann seinem Zeitplan vertrauen. Der Tod liegt als Glocke über der Stadt aus Smog und giftigen Gasen, Du siehst an den Bäumen kein grünes Blatt, und die Blume vergilbt auf dem Rasen. Der Tod gibt sich gerne für fortschrittlich aus: Wenn wir glauben, es ginge uns besser kocht er im Labor seine Süppchen aus und schüttet sie in die Gewässer. Wohin wir auch rennen, der Tod ist schon da, wie die Igel den Hasen jagen. Und wer's noch nicht hörte, und wer's noch nicht sah: Die Fische können's ihm sagen. Michael Ende